Italienisch-Deutsch. Herausgegeben und übertragen von Marianne Schneider. Mit 40 Farbtafeln mit 174 Illustrationen. "Dasselbe macht der Vogel mit den Flügeln und dem Schwanz in der Luft wie der Schwimmer mit den Armen und Beinen im Wasser." (11 v.) In einem kleinen Heft von knapp vierzig Seiten, das heute in der Biblioteca Reale von Turin aufbewahrt wird, schrieb und zeichnete Leonardo 1506 in Florenz seine Erkenntnisse und Beobachtungen über das Fliegen nieder. Ohne abzuschweifen, wie es sonst seine Gewohnheit ist, legt Leonardo seine Einsichten dar, sozusagen an einem Stück. Die Zeichnungen der fliegenden Vögel, in dunkelbrauner Tinte über teils älteren Rötelskizzen ausgeführt, sind von eigenartiger Faszination, denn außer der Leichtigkeit des Vogelkörpers stellen sie auch die Dynamik des Fluges dar. Leonardo hat sich gut 30 Jahre mit dem Thema des Fliegens beschäftigt und seine Beobachtungen auch in anderen Codices aufgezeichnet. Ein Teil dieser Texte folgt dem kleinen Codex in unserer italienisch/deutschen Ausgabe als ergänzender Anhang.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2001
Angezogen scheint der Rezensent Andreas Beyer durchaus von der von Marianne Schneider herausgegebenen und übersetzten "attraktiven Edition" von Leonardo da Vincis Überlegungen zum Vogelflug zu sein. Deutsche Übertragung, altitalienisches Original und ein Faksimile des Manuskripts bietet diese Ausgabe. Anlass genug jedenfalls für den Rezensenten, weit ausholend die Wirkungsgeschichte dieser Manuskripte bis hin zu Freud auszuführen. Vielleicht wollte uns der Rezensent so auf Umwegen mitteilen, dass das einzige, was dieser gelobten Ausgabe fehlt, ein von ihm verfasstes Vorwort ist. Wer weiß...
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