Mona Lisa, Leonardo da Vincis Porträt einer jungen Frau, gilt als das berühmteste Gemälde der Welt. Die Identifizierung der Dargestellten mit Lisa del Giocondo, der Frau des Florentiner Kaufmanns Francesco del Giocondo, stützt sich von alters her auf die Angaben von Giorgio Vasari, der in seinen 1550 erstmals erschienenen Künstlerviten als bisher einzige Quelle dem Porträt einen Namen gibt und zugleich eine ungefähre Datierung zwischen 1503 und 1506 erlaubt. Damit ist diese Identifizierung rund 50 Jahre jünger als ihr Gegenstand. Weil überdies Vasari für seinen Hang zum Anekdotischen bekannt ist, bestanden bis heute Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Angaben. Spärliche Hinweise in anderen Quellen aus den Jahren 1517, 1525 und 1540 lassen große Interpretationsspielräume zu, so dass in der Forschung eine ganze Reihe anderer Frauen mit der Mona Lisa identifiziert wurden. Eine weitere Deutung sieht in ihr die Darstellung eines von Leonardo ins Bild gesetzten Frauenideals.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2008
Rezensent Frank Zöllner begrüßt Veit Probsts Sudie über die Entstehungsgeschichte von Leonardo da Vincis "Mona Lisa". Zwar scheint ihm die Aufmachung des Büchleins wenig ansprechend. Dafür aber findet er darin "wirklich Neues" zum Thema. Besonders hebt er Probsts Auswertung von Armin Schlechters 2005 publizierten, weitgehend unbeachteten Fund aus: der Erwähnung von da Vincis "Mona Lisa" in einer Notiz des Florentiner Kanzleischreibers Agostino Vespucci im Oktober 1503 in einen Druck der Briefe Ciceros. Diese Notiz wertet Zöllner als "Glücksfall", da aus dieser Zeit kaum Bemerkungen überliefert sind, die über noch in Entstehung begriffene Kunstwerke Aufschluss geben. Ausgehend von dieser Marginalie rekonstruiert Probst für ihn überaus instruktiv die Entstehungsgeschichte des Gemäldes.
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