Lesley Stephenson

Symphonie der Träume

Das Leben von Paul Sacher
Cover: Symphonie der Träume
Rüffer und Rub Sachbuchverlag, Zürich 2001
ISBN 9783907625002
Gebunden, 325 Seiten, 23,52 EUR

Klappentext

In Zusammenarbeit mit Don Weed. Mit 31 Fotos.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2001

Birgit Weidinger schwankt bei der Lektüre von Lesley Stephensons Biografie über Paul Sacher zwischen "Anteilnahme an einem reichen musikalischen Lebenswerk und voyeuristischer Spannung". Diese ergebe sich aus der Schilderung seines "unruhigen, besitzergreifenden Privatlebens". Er, der gewiefte Mäzen moderner Musik, hat nämlich nicht nur ausgeprägten Sinn fürs Geschäftliche bewiesen, sondern auch für schöne Frauen. Die Egozentrik und Rücksichtslosigkeit des Liebhabers jedoch suche die Biografin herunterzuspielen - wenn auch nicht immer mit Erfolg. Die verletzten Reaktionen der Geliebten und Ehefrauen habe sie dann doch nicht verschwiegen. So stehe der "Titan" privat manchmal etwas schäbig da. Auch kommt neben dem ausführlich beschriebenen Privatleben Sachers "musikalisches Talent" zu kurz, meint die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2001

In einer sehr inhaltsreichen Rezension befasst sich Peter Hagmann mit einer Biografie über den Dirigenten, Industriellen und Kulturschaffenden Paul Sacher, die von seiner langjährigen Übersetzerin verfasst wurde. Dass sich Sacher und Stephenson gut kannten ist für den Rezensenten dabei eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits habe die Autorin zwar sehr von Gesprächen und dem Zugang zu Sachers Privatarchiv profitiert. Andererseits jedoch neigt Stephenson nach Hagmanns Auffassung bisweilen zu sehr dazu, diese Freundschaft - quasi als Kompetenznachweis - zu betonen. Kritik bei Stephenson erscheint ihm daher auch bisweilen wie ein betonter Versuch, Distanz zu schaffen. Dabei nehme sie jedoch manchmal Urteilsbildungen vorweg, die Hagmann lieber dem Leser selbst überlassen hätte. Doch insgesamt findet er das Buch durchaus spannend zu lesen, zumal man auch Dinge über Sacher erfahren könne, die bisher kaum zur Sprache gekommen sind, etwa was sein durchaus bewegtes Privatleben betrifft. Dass Stephenson dabei mit großer Diskretion vorgeht, gehört für Hagmann zu den vielen Stärken des Buchs. Lediglich das "künstlerische Wirken Sachers" kommt in dem Band seiner Ansicht nach zu kurz. Auch ein Namensregister wäre hilfreich gewesen, findet Hagmann.
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