Schwein Hans lebt allein in einem hübschen Häuschen im Wald. Doch nach und nach gesellt sich ein tierischer Mitbewohner nach dem anderen zu ihm. Alle haben besondere Eigenschaften: Ein schüchterner Bär, der sich nur bis zum Gartentor traut. Ein Hase mit Ordnungsfimmel. Ein trauriges Zebra aus Afrika. Und ein Biber, der einfach nicht stillsitzen kann. Zusammen bilden sie eine wunderbare WG. Ein Kinderbuch darüber, dass Kinder Individualisten sind und vermeintliche Schwächen gar keine Schwächen sein müssen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.06.2025
Ein Top-Leselernbuch legen Leslie Niemöller (Text) und Liliane Oser (Illustrationen) hier laut Rezensentin Christine Knödler vor. Gedacht ist es speziell für Kinder mit Leseschwäche, und obwohl es klar und einfach designt ist, ist es insgesamt keineswegs simpel geraten, freut sich Knödler. Die Autorinnen verstehen sich nämlich, führt die Rezensentin aus, auf die Kunst der Reduktion und es gelingt ihnen, ihre Geschichte um die Band namens "Gurkentruppe", die mit Fußballliedern Erfolge feiert, komplex auszugestalten. Dass das Personal aus Tieren besteht, trägt zum Identifikationspotential der Geschichte bei, meint Knödler, denn die hier versammelten Figuren haben allersamt ihre liebenswerten Probleme und Macken: Hans das Schwein ist einsam, Ben der Bär hat vor allem Angst und Toto, der Hase, hat "einen Ordnungsfimmel". Die Kritikerin freut sich außerdem, wie Osers Bilder immer wieder perfekt mit dem Text interagieren. Insgesamt, so das Fazit, eine tolle Veröffentlichung, die beweist, dass das Genre der Erstlesebücher durchaus auch ästhetisch produktiv gemacht werden kann.
Fünf tierische Figuren stehen im Zentrum dieses Buches von Leslie Niemöller und Liliane Oser, beschreibt Rezensentin Maria Riederer. Zunächst geht es um ein allein lebendes Schwein, das sich einsam fühlt, allerdings bald Freunde findet, unter anderem einen Bären und einen Hasen. Alle Tiere haben ihre Eigenheiten, eines ist oft traurig, ein anderes hibbelig, aber das Buch zeigt, freut sich Riederer, wie die Figuren sich und ihre Eigenheiten gegenseitig zu akzeptieren lernen. Tatsächlich, fährt Riederer fort, erweisen sich vermeintliche Schwächen gelegentlich gar als Stärken. Die schönen Illustrationen tragen zum Erfolg dieses Buches bei, das seinen jungen Lesern auf Augenhöhe begegnet, meint die Rezensentin abschließend.
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