Aus dem Polnischen von Nina Kozlowski. Mit einem Nachwort von Gesine Schwan. Mit großer Souveränität und dem Ziel allgemeiner Verständlichkeit dringt Leszek Kolakowski in diesen kleinen Vorlesungen über die bedeutendsten Philosophen zum Kern ihrer Gedanken vor. Eine lebendige Philosophiegeschichte und eine Anleitung zum Philosophieren gleichermaßen: "Wer sich bisher gescheut hat, sich mit Philosophie auseinander zu setzen, kann das hier problemlos und auf gewinnbringende Weise tun." (R. Rosenberg) Die Auswahl umfasst 30 Philosophen von der Antike bis zur Moderne: von Sokrates über Platon, Aristoteles, Augustinus, Meister Eckhart, Thomas von Aquin, Descartes, Spinoza, Kant, Kierkegaard, Nietzsche, bis hin zu Heidegger, Jaspers und vielen anderen mehr.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.09.2007
Durchaus ihren Reiz hat für Rezensent Detlef Horster die Idee von Leszek Kolakowski, aus den Grundfragen großer Philosophen von Sokrates bis Karl Jaspers die Essenz zu destillieren und als Fragen zu formulieren, die uns in die Lage versetzen, "uns aktuellen Problemen denkend zu nähern." Doch die Umsetzung dieser Idee scheint ihm wenig gelungen. Horster kritisiert die Darstellung der einzelnen Philosophen und ihrer zentralen Fragen als viel zu knapp, gedrängt und dicht, als dass man daraus irgendeinen Gewinn ziehen könnte. Kants Ansichten über die synthetischen Urteile a priori etwa auf weniger als einer halben Buchseite zu behandeln, das kann in Horsters Augen nicht funktionieren. Über das Vorhaben des Autors, auf 240 Seiten 30 Philosophen vorstellen zu wollen, kann er daher im Grunde nur den Kopf schütteln. "Eine intensive Auseinandersetzung mit nur einer Frage eines einzigen Philosophen", so sein Fazit, "hätte mehr Gewinn gebracht."
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…