Aus dem Griechischen und mit Erläuterungen von Hellmut Flashar, Barbara Breitenberger und Uwe Dubielzig. Mit diesem Band liegen erstmals in deutscher Übersetzung und Kommentierung die Fragmente zu Philosophie (einschließlich Logik), Philosophiegeschichte, Rhetorik, Poetik und Literaturwissenschaft vor.Von besonderem Interesse sind die Reste der verlorenen Dialoge, die Aristoteles in der literarischen Tradition Platons geschrieben hat. Einige Dialoge (Eudemos, Über die Philosophie) lassen sich in Aufbau und Inhalt noch rekonstruieren; sie sind Zeugnisse der lebendigen Auseinandersetzung in der platonischen Akademie und prägen das Bild, das man von Aristoteles im Hellenismus hatte, als die sog. Lehrschriften nicht in vollem Umfang zugänglich waren.Daneben stehen philosophiegeschichtliche Abhandlungen, die interessantes, sonst nicht greifbares, im Falle der Pythagoreer sogar grundlegendes Material enthalten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2007
Richtig dankbar ist Johan Schloemann dem Herausgeber Hellmut Flashar für seine Arbeit am 20. Band der deutschen Aristoteles-Ausgabe. Die erstmalige wissenschaftliche Herausgabe der Fragmente zur Philosophie, Rhetorik und Dichtung erscheint ihm wertvoll nicht zuletzt, weil sie ihm einmal mehr die Unhaltbarkeit der "Rekonstruktion einer Entwicklung im Denken des Aristoteles" vor Augen führt und die Unterschiede der literarischen Gestaltung innerhalb des Werkes des Aristoteles aber auch zum Werk Platons verdeutlicht. Der "zugängliche" Text ermöglicht dem Rezensenten so manche Entdeckung, die ihm zu einem neuen, "exoterischen" Aristoteles-Bild verhilft.
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