1993 erregte ein Mord in der Thüringischen Kleinstadt Sondershausen bundesweit Aufsehen. Der 15jährige Sandro Beyer war von drei 17jährigen Mitschülern kaltblütig erdrosselt worden. Die Täter nannten sich "Kinder des Satans", und der Fall wurde zum Medienspektakel. Für viele stand fest: Hier hatte der Teufel seine Hand im Spiel. Liane von Billerbeck und Frank Nordhausen haben den Fall damals recherchiert und dessen Hintergründe aufgedeckt. Sie leuchteten in ein Milieu von Jugendcliquen und zeigten, wie orientierungslos manche Jugendliche in der unmittelbaren Nach-Wendezeit waren. Den Weg der jugendlichen Mörder verfolgten die Autoren auch in der Zeit der Haft und nach ihrer vorzeitigen Entlassung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.08.2001
Udo Scheer stellt fest, dass die Rechercheergebnisse der Autoren sich mehrfach wiederholen und "wenig neues" gegenüber dem bereits 1994 erschienenen Report über die "Satanskinder" bieten. Das Buch über den Satansmord in Sondershausen hätte durchaus kürzer ausfallen können, meint er. Die letzten Seiten aber findet Udo Scheer packend und aktuell. Er lobt, dass in ihnen die Verquickung der rechtsextremen Szene mit den Satanisten deutlich werde und ein unglaublicher Blick in den "Orkus der rechten Szene" freigegeben werde.
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