Shanghai 1935: Klug, schön und unkonventionell, passt die amerikanische Journalistin Emily Hahn perfekt in die schillernde Stadt der Abenteurer, Dichter und Dandys. Mit ihrem Gibbon ist sie stets Mittelpunkt der mondänen Dinnerpartys von Victor Sassoon, ihre China-Reportagen für den New Yorker sind ein Riesenerfolg. Als sie den attraktiven Lyriker und Verleger Shao Sinmay kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick - und der Beginn einer leidenschaftlichen Affäre. Durch ihn bekommt sie Zutritt zur gehobenen chinesischen Gesellschaft und die einmalige Chance, eine Biografie über die berühmten Soong-Schwestern zu schreiben. Doch schon bald werfen die politischen Ereignisse ihre Schatten voraus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2022
Rezensentin Lerke von Saalfeld empfiehlt Luo Lingyuans Nachzeichnung der Lebensgeschichte der amerikanischen Journalistin und Schriftstellerin Emily Hahn. Ihre turbulenten Jahre in Shanghai stehen im Zentrum des Buches, erklärt Saalfeld. Wie die Autorin anhand authentischer Quellen die von Luxus und Exzessen geprägten Jahre in Shanghai vor der japanischen Invasion schildert, findet Saalfeld fesselnd. Sichtbar wird laut Saalfeld eine couragierte Frau, die gegen Konventionen kämpft und den "Tanz auf dem Vulkan" lebendig in ihren Texten (u. a. für den "New Yorker") festhält. Lingyuan schreibt darüber empathisch und mit bewundernder Sympathie für ihre Figur, teils fiktional, immer mit Verve, findet Saalfeld.
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