Mit einem Nachwort von Karl-Markus Gauss. Als ein Kundschafter, der weiß, dass Europa größer ist als der machtgeschützte Raum der Europäischen Union, reist Balduin Winter durch böhmische, mährische und slowakische Landschaften und Bücher. In Feuilletons, Reportagen und Porträts wíederlegt er nationale Legenden genauso wie Mythen des Fortschritts.
Offensichtlich interessant und vielfältig findet Martin Droschke die Essaysammlung des in Fürth ansässigen Publizisten Balduin Winter zu Schriftstellern aus Böhmen, Mähren und der Slowakei. Winter ist nach Droschkes Meinung ein Experte für mittel - und südosteuropäische Literatur. Der Rezensent bezeichnet die besprochenen Dichter, politische Oppositionelle ebenso wie osteuropäische Beatniks, als "Charakterköpfe". Winter beschäftige sich unter anderem mit Jáchym Topol, Jan Patocka, aber auch Bohumil Hrabal, der nach Droschkes Meinung ein Repräsentant des "wilden, scheinbar unkontrolliert fabulierenden Sounds (ist), mit dem der Underground bis zum Zerfall des Ostblocks die Frühlingsgefühle der 68er hoch hielt".
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