Steuert der Islam im Zeitalter der ökonomischen Globalisierung auf eine solche "Modernität mit Unterschieden" zu: Westliche Waren ja. Westliches Denken nein? Informationen und Perspektiven.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.01.2005
Der "cmr" zeichnende Rezensent nennt dieses Buch einen Gegenentwurf zu gängigen Pauschalurteilen über den Islam. Dabei unterschlage Ludwig Ammann nicht die Gefahr, die von den religiösen Eiferern ausgeht, und liefere auch historische Erläuterungen zu dieser Strömung innerhalb des Islams. Nichtsdestotrotz sehe er die Zukunft insbesondere des europäischen Islam in einer undogmatischen islamischen "sozialen und kulturellen Bewegung", die einen selbständigen Mittelweg zwischen westlicher Kultur und Koran findet - quasi in Analogie zur erfolgreichen "Mecca-Cola", bei der das Programm sich aus dem Namen (und nicht unerheblich auch aus dem Bindestrich) ableiten ließe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.06.2004
Großes Lob erhält der Züricher Verleger Ludwig Amman von Katajun Amirpur für sein Islam-Buch "Cola und Koran", das viele interessante Beobachtungen und Thesen enthalte. Warum beispielsweise unterstützen in Deutschland lebende Muslime durch den Kauf von Mekka-Cola, einem geschützten Markenartikel, palästinensische Kinder, lautet eine dieser Fragen.. Auch zur Kopftuchdebatte steuere der Autor interessante Beobachtungen und Überlegungen bei, die er gemeinsam mit Nilüfer Göle am Essener Kulturwissenschaftlichen Institut erarbeitet habe, wo die beiden einen Forschungsauftrag zum Islam inne hatten. Das Kopftuch als Möglichkeit der persönlichen Sinnstiftung in der Fremde bedeute nicht etwa eine Distanzierung, referiert Amirpur, sondern eine Annäherung an das moderne Großstadtleben. Auch Ammans Forderungen an die Muslime, einen europäischen Islam zu schaffen, kann sich die Rezensentin nur anschließen. Am meisten Spaß mache die Lektüre, wo Amman schimpft, bekennt sie. Doch auch sonst sei das Buch unbedingt lesenswert.
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