Mit Farbabbildungen. Erschlossen und kommentiert von Adel Theodor Khoury. Dieses Werk informiert grundlegend über die Entstehung des dem Propheten Muhammad geoffenbarten Buches, über seinen Stellenwert im Islam und die Probleme seiner Auslegung. Der Band stellt die zentralen Inhalte und Schlüsselthemen des Korans in Verbindung mit der Kommentierung ausgewählter Verse dar. Dabei sind die Parallelen der biblischen Überlieferung ebenso aufgenommen wie aktuelle Fragen zum Islam und zum Miteinander der monotheistischen Religionen. Es werden die Parallelen zwischen Koran und Texten aus der jüdischen und christlichen Bibel angezeigt und wiedergegeben. Zugleich wird deutlich, wo es Gemeinsamkeiten der drei Religionen gibt und wo ihre Lehren auseinander gehen. Ferner begegnen in einer Randspalte zusätzliche Informationen und auch kritische Äußerungen von Muslimen und Nicht-Muslimen.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Khoury macht die zentrale Rolle, die die Auseinandersetzung mit dem Christentum und die Figur Christi im Koran spielt, an vielen Beispielen deutlich. Er geht ausführlich auf die vierte Sure ein, in der es heißt, Jesus sei nicht gekreuzigt worden, sondern Gott habe ihn zu sich gerufen. Khoury berichtet von den Debatten, die über diese Stelle von frühesten Zeiten bis heute geführt wurden. Noch 1972 erklärte die Al-Azhar-Moschee in Kairo in einer Rechtsauskunft, einer Fatwa, es sei für die Rechtgläubigkeit unerheblich, welcher Auffassung oder Auslegung man bezüglich der Kreuzigung, Himmelfahrt und Wiederkunft Jesu folge. Man kann also, was diese Fragen angeht, gläubiger Katholik und Moslem zugleich sein. Eine der unheimlichsten Geschichten über Mohammad steht nicht im Koran, es wird aber mehrfach auf sie angespielt. Überall wo es heißt, ihm sei die Brust geöffnet oder geweitet worden, und man habe ihm eine Last abgenommen, da geht es um ein Ereignis im Leben des Propheten, das seine Amme Halima folgendermaßen erzählt... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2005
Geradezu ins Schwärmen gerät Rezensent Friedrich Niewöhner über die Schönheit dieses Koran-Kommentars, den Adel Theodor Khoury vorgelegt hat. Die zahlreichen Abbildungen vor allem aus Handschriften-Miniaturen haben ihn ebenso überzeugt wie die grafische Aufteilung und Gestaltung des Textes und nicht zuletzt der Text selbst. Niewöhner hebt hervor, dass das Buch mehr bietet, als der Titel ankündigt, wird doch nicht nur der Koran kommentiert, sondern auch das, was Muhammad und seine Nachfolger zum Islam gesagt haben. In diesen Zusammenhang würdigt er die Sachkenntnis Khourys, der neben einer Übersetzung des Korans auch zahlreiche Bücher etwa über Toleranz im Islam sowie viele Aufsätze zur Geschichte und zur Interpretation des Korans und seines Umfelds vorgelegt hat. Niewöhner empfiehlt, das Buch oft zur Hand zu nehmen und einzelne Abschnitte daraus lesen, um sich von der "Sprache, von den Bildern, von den leisen, aber doch sehr deutlich kommentierenden Worten des Autors" beeindrucken zu lassen. Abschließend würdigt er Khourys Kommentar als "Schlüssel zum Verständnis des Korans für Nichtmuslime".
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