Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen. Fünfunddreißig Jahre nach Pinochets Putsch treffen sich die einstigen Freunde Cacho, Lolo und Lucho, aus dem Exil zurückkehrend, in ihrer Heimat Chile - ein "Schatten dessen, was wir einmal waren", wie sie selbstironisch anmerken. Dickbäuchig sind sie geworden, kahl und graubärtig. Sie schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen, während sie auf den Vierten im Bunde warten. Denn die Männer haben einen Plan: Sie sind hinter der verschollenen Beute eines Banküberfalls her, den eine Gruppe von Anarchisten 1925 durchgeführt hat und der in die Geschichte eingegangen ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.03.2012
Luis Sepulveda hat bei Knut Henkel ganz klar einen Stein im Brett. Er mochte den neuen Roman des chilenischen Exilautors, der nach zehn Jahren in Hamburg nun in Spanien lebt und mit seiner alten Heimat immer noch hadert. Als eine Mischung aus Krimi und Zeitreise bezeichnet er das Buch, das von vier Altlinken erzählt, die sich vorgenommen haben, es ihrem alten Feind, dem chilenischen Militär noch einmal richtig zuzeigen. Viel Humor hat Henkel in dem Buch entdeckt, in dem er aber vor allem ein Denkmal für "die Aufrechten von damals" sieht.
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