Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Die glücklich mit Jean verheiratete Marie erlebt eine stürmische Affäre mit einem jungen Mann; und doch folgt sie Jean wie selbstverständlich in die Provinz und steht ihrer Schwester bei, die Hilfe braucht.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2000
Zu Recht wird die 1996 verstorbene belgische Schriftstellerin Madeleine Bourdouxhe eine "innovative weibliche Stimme" genannt, meint Thomas Laux, meldet aber zugleich Bedenken an dem vorliegenden Band mit zwei Erzählungen an. "Eine kleine Mogelpackung" des Verlags sei das, so Laux, denn die eine Erzählung sei bereits im Band "Wenn der Morgen dämmert" enthalten gewesen und die andere als limitierte Geschenkausgabe herausgekommen. Doch auch bei der dem schmalen Band ihren Titel gebende Erzählung "Unterm Pont Mirabeuau fließt die Seine" macht Laux Abstriche. Die autobiografische Schilderung der Autorin, wie sie mit ihrem frisch geborenen Kind vor den deutschen Besatzern nach Frankreich flieht, heißt er "auffallend solipsistisch": der Krieg bleibt ihm befremdlich eine "schemenhaft kontrastive Kulisse" zum erlebten Mutterglück.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…