Längst hat er seinen Schöpfer an Bekanntheit überflügelt: Figaro, der gewitzte Strippenzieher aus den Opern von Mozart und Rossini. Manfred Flügge erzählt in der vorliegenden Biografie das abenteuerliche Leben des Figaro-Erfinders Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (1732-1799). "Uhrmacherlehrling wird Erfinder, sodann Höfling und später Geschäftsmann, lässt sich auf die große Politik ein und schreibt nebenbei Theaterstücke, von denen zwei, die zusammengehören und doch sehr unterschiedlich sind, trotz einiger Mängel erfolgreich, ja klassisch werden und auch als Opern weiterleben. Das ist die ganze Geschichte. Was reizt daran? Die Widersprüche. Das Exzessive. Und ein Hauch von Tragik." (Manfred Flügge)
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.05.2001
Ute Stempel wünscht dieser "faszinierend vielschichtigen" Biografie eine möglichst große Leserschaft. Zwar räumt sie ein, dass der Autor bisweilen zu sehr auf Anekdoten als auf Recherche setzt und auch manchmal etwas zu viel Sympathie für Beaumarchais durchblitzen lässt. Doch sind das für sie scheinbar verzeihliche Schwächen. Besonders angetan zeigt sich die Rezensentin beispielsweise von Überlegungen Flügges, inwiefern es bei der Figur des Figaro Übereinstimmungen mit seinem Schöpfer gibt. Denn Beaumarchais war, wie Stempel referiert, mindestens ebenso aufsässig, gewitzt und umstürzlerisch wie Figaro: "Mut bis zur Kühnheit und an Beleidigung grenzende Offenheit, gepaart mit einem unbestechlichen Gerechtigkeitssinn" - so Stempel. Darüber hinaus ist es dem Autor ihrer Ansicht nach hervorragend gelungen, anschauliche Porträts anderer Persönlichkeiten der Zeit einzufügen, etwa "die Pompadour, Ludwig XV. und Ludwig XVI.". Insgesamt richtet sich diese Biografie, so Stempel, eher "an das große Publikum" als an Romanisten.
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