Manfred Lütz

Der Sinn des Lebens

Cover: Der Sinn des Lebens
Kösel Verlag, München 2024
ISBN 9783466373109
Gebunden, 368 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Mit einem Geleitwort von Elke Heidenreich und zahlreichen vierfarbigen Abbildungen. Kann man den Sinn des Lebens sehen? Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat den Bestseller-Autor Manfred Lütz sein ganzes Leben lang umgetrieben. Man kann den Sinn des Lebens denken, deswegen hat er Philosophie studiert. Man kann ihn glauben, deswegen hat er Theologie studiert. Man kann den Sinn des Lebens noch im Wahnsinn der Menschen spüren, auch deswegen ist er Psychiater und Psychotherapeut geworden. Aber wie und wo kann man den Sinn des Lebens sehen? Viele Menschen sehen ihn in der Schönheit der Natur, sie ahnen in ihr etwas Göttliches, für Naturwissenschaftler wie Albert Einstein war die Natur etwas Erhabenes, Letztes. Doch gäbe es nur Natur, gäbe es nicht den Menschen, wäre niemand da, der in den Weiten des Weltalls irgendeinen Sinn sehen würde. Der höchste Ausdruck von Sinn aber ist die Kunst. Und kaum ein Ort hat die größten Künstler der Welt wohl so angezogen wie Rom. Manfred Lütz kennt und liebt diese Stadt seit 50 Jahren, zwei Jahre hat er selbst dort gelebt. Schon als Student hat er Menschen durch Rom geführt, nicht um sie bloß mit Wissen zu beladen, sondern um ihnen dort den Sinn des Lebens zu zeigen. Denn in Rom, davon ist er überzeugt und davon handelt dieses Buch, kann man den Sinn des Lebens sehen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.06.2024

Mit größtem Vergnügen lässt sich Rezensent Jens Jessen von Manfred Lütz durch Rom führen. Lütz kann es einfach: seine Betrachtungen römischer Kunst sind humorvoll, nuanciert und kenntnisreich. Nur am Rande geht es Lütz um die historische Einordnung der Werke, so Jessen, vielmehr liegt ihm  daran zu zeigen, dass auch antike und barocke Kunst die Fähigkeit hat, mit dem heutigen Betrachter "zu kommunizieren", ja ihn vielleicht zu erschüttern und Erkenntnis zu generieren. Dabei geht es Lütz tatsächlich maßgeblich um den christlichen Glauben, den zum Beispiel eine "Pietà" vermitteln kann, und Jessen kann nicht umhin hier "katholische Tendenzliteratur" zu sehen. Lütz gelingt es allerdings mit seiner Methode, Kunst aus ihrer musealen "Komfortzone" zu holen und wieder zugänglich zu machen, freut sich der Kritiker.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2024

Rezensent Thomas Ribi lässt sich staunend und mit einer gewissen Demut von Manfred Lütz durch Rom führen und den Sinn des Lebens zeigen. Denn: Sinn, das ist Lütz' feste Überzeugung, kann man nicht über das Denken oder über den Glauben suchen und finden, man kann ihn auch ganz sinnlich erfahren: Im Blick von Michelangelos Maria, im Kreuzgang einer Kirche, im Melozzo da Forlis Blau des Himmels in der Kirche Santi Apostoli. Der Psychotherapeut und Theologe verzichtet auf ausschweifende Reflexionen, stattdessen macht er aufmerksam darauf, wie sich in der Kunst der Sinn des Lebens äußert, und was manche Werke über ihre Schöpfer und Schöpferinnen und über ihre Zeit erzählen. So entsteht ganz nebenbei eine kleine "Kulturgeschichte Roms", freut sich der Rezensent, der nach dieser schönen Lektüre "ahnt, was Seligkeit sein könnte".

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