In seinem 15. Buch erinnert Manfred Rommel an sein erstes, das vor einem Vierteljahrhundert erschienen ist. Damals, 1981, beschrieb er unter dem Titel "Abschied vom Schlaraffenland" das unwiderruliche Ende des Wirtschaftswunders. Jetzt warnt er vor einem Absturz ins Jammertal und fragt: "Machen wir uns schlechter, als wir sind?" Die Klagelieder, die so viele Deutsche anstimmen, sind seiner Meinung nach übertrieben und beruhen nicht selten auf einer falschen Wahrnehmung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Eine "bunte Mischung geistreicher Kurzessays" findet Rezensent Dirk Klose in diesem Buch, mit dem Manfred Rommel den Deutschen das Selbstmitleid austreiben möchte. Wie ein roter Faden ziehen sich die Überzeugungen Rommels für Klose durch das Buch: Danach gelte es vor allem realistisch zu bleiben, solide zu wirtschaften, die Finanzen in Ordnung zu bringen, und die Demokratie hochzuhalten. Gefallen hat Klose der bewusst subjektive, nüchterne und schwäbisch eigenwillige Ton des Buchs. Die Ausführungen des Autors zu Themen wie Heimat, Politik, Kultur und Globalisierung hat er zumeist mit Gewinn gelesen. Nur gelegentlich haben sich seiner Ansicht nach einige Gemeinplätze eingeschlichen.
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