Seit Jahrzehnten drehen sich steigende Arbeitslosigkeit und träges Wirtschaftswachstum in einem Teufelskreis. Noch immer glauben deutsche Wirtschaftspolitiker, einzelne Reformen brächten die Lösung. Doch der Blick für das Ganze ist ihnen abhanden gekommen. Carl-Ludwig Holtfrerich betrachtet die Misere im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die laufenden Reformen nicht hinreichend sind, um die Vollbeschäftigung zu erreichen. Er mahnt vor allem Investitionen in die Zukunft des Landes an, denn nur diese zeitigen nachhaltige Wirkung und schaffen in der Gegenwart Arbeitsplätze.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2007
Ganz schlüssig scheint sich Dirk Klose nicht zu sein über das Buch von Carl-Ludwig Holtfrerich. Ist es eine Streitschrift mit "kräftigen Worten" oder doch ein niveauvoller Diskurs über Wege und Werte in der Wirtschaft? Beides vielleicht. Auch, weil der Autor seiner Philippika gegen "inkompetente Politiker" und die Europäische Zentralbank nicht die erwarteten großartigen Lösungsvorschläge folgen lässt, sondern auch nur "mit Wasser kocht", wie Klose schreibt: Der Staat soll mit kräftigen Investitionen die Wirtschaft ankurbeln. Auch wenn Klose manches in diesem Buch angesichts des aktuellen Wirtschaftsaufschwunges "anders" liest, als es sich der Autor zur Entstehungszeit gedacht haben mag, als Mittel gegen gedankliche Hemmnisse, meint er, taugt es allemal.
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