Basil ist aus Syrien nach Deutschland geflohen. Und versucht, hier Fuß zu fassen. Aber er hat nicht nur seine Eltern im Krieg verloren, sondern auch seine große Liebe Sahra. Er und sie wurden auf der Flucht getrennt. So macht er sich auf die Suche nach ihr. Mit von der Partie ist der Journalist Tobias, der sich an ihn heftet, um einen Roman zu schreiben. Basil merkt jedoch bald, dass die Suche ein Wagnis ist, denn die Gespenster der Vergangenheit sitzen ihm im Nacken.
Über das Schicksal eines Jugendlichen, der mehr erlebt hat, als viele andere in einem Leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2016
Der einzelne Flüchtling mit seinem individuellen Schicksal droht hinter den Zahlen und Statistiken aus den täglichen Nachrichten zu verschwinden, fürchtet Rezensent Florian Welle und ist erleichtert, dass der Politologe, Redakteur und Jugendbuchautor Manfred Theisen dieser Gefahr mit seinem "Checkpoint Europa" entgegentritt. Der jugendliche Ich-Erzähler Basil, auf der Flucht aus Syrien nach Deutschland gekommen, sei in all seiner Aufgewecktheit "der ideale Held" und führe kontroverse Gespräche mit einem Reporter namens Tobias, hinter dem Welle den Autor selbst vermutet. In kurzen Sätzen erzähle Theisen rasant seine Geschichte, die sich schon bald zu einem Roadmovie entwickle. Dabei reißt der Autor Fragen an, ohne Antworten auf sie zu geben, erklärt der Rezensent, der es schätzt, sich eine eigene Meinung bilden zu dürfen.
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