Manuel Seitenbecher

Mahler, Maschke und Co

Rechtes Denken in der 68er-Bewegung?
Cover: Mahler, Maschke und Co
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2013
ISBN 9783506777041
Gebunden, 557 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Vom SDS über die RAF in die NPD Horst Mahlers Lebenslauf ist das Spiegelbild der politischen Extreme des 20. Jahrhunderts. Doch Mahler war nicht der einzige Aktivist der 68er-Bewegung, der später den Eindruck erweckte, vom linken ins rechte Milieu gewechselt zu sein. Wie kam es zu diesem erstaunlich anmutenden Wandel? War es überhaupt ein Wandel? Oder lassen sich in der Ideologie Horst Mahlers und anderer 68er, die ins rechte Lager wechselten, Konstanten finden? Muss man gar von einem rechten Denken in der sich als links verstehenden 68er-Bewegung ausgehen? Manuel Seitenbecher geht diesen Fragen nach und verfolgt dazu detailliert die Biografien von Mahler, Bernd Rabehl, Reinhold Oberlercher, Günter Maschke und Tilman Fichter.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2014

Harald Biermann zeigt sich enttäuscht von Manuel Seitenbechers Studie über Protagonisten der Achtundsechziger und ihre Rechtsbewegung. Was der Autor anhand des Vergleichs der Biografien, von Bernd Rabehl, Horst Mahler oder Tilman Fichter herausfindet, scheint Biermann der übergreifenden Erklärung zu mangeln. Zwar bietet ihm das Buch biografische Tiefenbohrungen und den Nachweis, dass es für den Rechtsschwenk je individuelle Gründe gab. Eine historische Einordnung bestimmter Phänomene der 60er Jahre und Gemeinsamkeiten der Studentenbewegten wie auch zwischen Links- und Rechtsradikalismus lässt der Autor laut Rezensent jedoch leider vermissen.
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