Die um 1968 entstandenen Protestbewegungen nahmen meist in der Studentenschaft ihren Anfang. Der Autor schildert diesen Aufbruch und die damit verbundenen Ideen in den USA und in Deutschland, von der Bürgerrechts- bis zur Studenten- und der Frauenbewegung. Er zeigt, dass die "68er" einen Wandel der politischen Kulturen und Mentalitäten hervorriefen und die damaligen Konflikte bis heute nachwirken, wie die Kontroverse um die Vergangenheit von Außenminister Joschka Fischer sichtbar machte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.07.2003
Michael Schmidtkes Rückblick auf die 68-er Revolte ist nach Ansicht des "upj." zeichnenden Rezensenten frei von Nostalgie und Zorn. Der Bielefelder Politologe attestiere den 68-ern, mit ihrem Aufbruch einen "Mentalitätswechsel" herbeigeführt zu haben. Hinter der vermeintlichen Protestgeneration entdecke Schmidtke weit mehr als nur ein "pubertäres Syndrom, das probehalber die Grenzen der eigenen Existenz neu zu definieren versuchte", berichtet der Rezensent. Schmidtke begreife die 68-er als einen "weltweit agierenden Katalysator" sozialen Wandels, der weit über die studentischen Eliten hinausreichte. Vor allem Schmidtkes Darstellung der internationalen Ausrichtung der 68erer und die frühe Zusammenarbeit zwischen deutschen Studentengruppierungen und der amerikanischen Neuen Linken haben den Rezensenten überzeugt.
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