Erklärungsbedürftig und omnipräsent - die Geisteswissenschaften sind ein Spiegel der modernen Welt. Und nur mit ihrer Hilfe werden wir diese Welt verstehen. Als Navigatoren durch die kulturelle Welt werden die Geisteswissenschaften gern in Anspruch genommen - sie zu verstehen ist noch immer eine drängende Aufgabe. Was die Geisteswissenschaften eigentlich sind und wie sie arbeiten, wird hier anhand von sieben Kategorien deutlich, die das Grundmuster geisteswissenschaftlicher Erkenntnis, ihrer Forschungsgegenstände und ihrer Forschungspraxis bilden. Reflektiert, historisch aufgeklärt, begrifflich klar und reich an Zugängen zur materiellen und geistigen Welt - die modernen Geisteswissenschaften sind ein Muster für gute Wissenschaft und können mit ihrer Forschungspraxis zu den Leitwissenschaften des 21. Jahrhunderts werden.
Das Selbstbewusstsein der Geisteswissenschaften zu stärken und ihre universelle Anwendbarkeit als Paradigma für alle Wissenschaft zu diskutieren. Diesen Anspruch erkennt Rudolf Walther bei Marcus Beiner. Und er ist der Ansicht, dass der Philosoph Beiner seine Sache gut macht. Als Apologie der ins Hintertreffen geratenen Geisteswissenschaften taugt der Band laut Walther, weil der Autor die Nähe geisteswissenschaftlicher Methoden und Haltungen (der "unabschließbaren Reflexion, Kritik und Selbstreflexion") zur "Lebenswelt und den Erfahrungen" des Menschen argumentativ "stark" belegt, anstatt sich aufs Spekulieren zu verlegen. Indem Beiner die geisteswissenschaftliche Arbeit von der naturwissenschaftlichen absetzt und ihre generationenübergreifende Funktion im Umgang mit emotionalen und intellektuellen Erfahrungen und der "sprachlichen Verfasstheit" der Welt hervorhebt, so Walther, wolle er zum Nachdenken anregen.
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