In seinem Buch "Du musst dein Leben ändern" hat Peter Sloterdijk das Üben als entscheidende conditio humana herausgestellt. In seinem neuen Buch analysiert er die von dieser neuen Perspektive auf menschliches Denken und Handeln grundlegend verändernde Beobachtung auf Wissenschaft und das Tun des Wissenschaftlers. Peter Sloterdijk begreift Wissenschaft als eine Art und Weise, mit Hilfe von wissenschaftserzeugenden Übungsverfahren den Wissenschaftler selber ins Leben zu rufen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.08.2010
Tja, da stellt mal wieder ein Philosoph die Frage aller Fragen, nämlich die, wie es überhaupt zu einer Figur wie ihm höchstselbst kommen konnte. Gustav Seibt bespricht den erstaunlich schmalen neuen Band des "gewohnt Metaphernseligen" in aller Kürze und vom Gestus her eher paraphrasierend und weiterphilosophierend als klassisch rezensierend. Die Lösung von Welt und Körper, das reine Spiel der Begriffe und dann natürlich das kümmerliche Ende der Metaphysik in Gender Studies und dem Expertentum in der Wissensgesellschaft: All dies scheint - gewürzt mit viel Nietzsche - der Inhalt des Bändchens zu sein. Sowohl die Erfindung des abstrakten und noch nicht recht lieben Herrgotts bei den Juden, als auch die Erfindung der Metaphysik bei den Griechen, so erfährt man nebenbei, rechnet Sloterdijk der Erfahrung politischer Niederlagen zu.
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