Das Ziel dieses streitbaren Essays ist hoch gesteckt: Es geht um die Verteidigung der Idee und der Institution Universität als Stätte der freien Forschung und Lehre gegen die Anmaßungen einer vermeintlich progressiven Neuordnung der akademischen Ausbildung nach dem Bologna-Reformmodell.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2011
Inhaltlich ist die hier rezensierende Juristin Jutta Limbach sehr einverstanden mit Rainer Brandts Kritik an den aktuellen Umwälzungen des deutschen Universitätssystems. Die Verschulung a la Bologna, das sieht sie wie er, hat alle angestrebten Ziele (von weniger Abbrecher bis größere Mobilität) verfehlt, mit Gründen, die Brandt aufzählt. Probleme hat Limbach mit dem Buch dennoch. Erstens kommt es ihr einfach zu spät. Der Zug, fürchtet sie, ist abgefahren, das Plädoyer zum Einhalten und Umkehren geht so, auch wenn es viel Kopfnicken in der Professorenschaft und anderswo geben werde, wohl ins Leere. Und außerdem habe der Verfasser Überflüssiges noch als Zusatzkapitel der eigentlichen Streitschrift beigegeben. Die so entstandene Buchbindersynthese nimmt nach Limbachs Überzeugung der so richtigen und klugen Darlegung zusätzlich Kraft.
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