Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2007
Politisch nicht immer einverstanden zeigt sich Rezensent Christian Hacke mit Marcus Hawels Arbeit über "Vergangenheitsbewältigung und Außenpolitik in Deutschland". So scheint ihm etwa die Darstellung der deutschen Geschichte von Bismarck bis Hitler als Geschichte einer "gescheiterten Normalisierung" durchaus "verkürzt". Zustimmend äußert er sich demgegenüber über die Deutung der Westbindung der Bundesrepublik ab 1949 als "emanzipatorische Normalisierung". Skeptisch wiederum betrachtet er die Forderung des Autors: "Normalität nein, aber Normalisierung ja". Sie erscheint ihm als "Dämonisierung der Idee des Nationalstaates" und als "Idealisierung europäischer Integration", vor allem im Blick auf Hawels entschiedenes "Nein" zur Rückkehr zur Normalität des deutschen Nationalstaates und sein Plädoyer für einen deutschen Sonderweg, für Deutschlands Rolle als Schrittmacher eines postnationalen Europa. Er unterstreicht vielmehr das Recht Deutschlands auf einen normalen Patriotismus, wie ihn andere europäische Staaten auch pflegen, wobei er dem Autor nicht unterstellt, dass dieser gegen eine solche Normalität sei.
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