Mit 20 historischen Fotos, 1 farbigen Übersichtskarte. Die konzise und lebendig geschriebene Gesamtdarstellung der Diplomatie des Deutschen Reiches von 1933 bis 1939 sucht Hitlers außenpolitische Erfolge gegenüber den europäischen Mächten zu ergründen. Der Autor geht der Frage nach, weshalb die anderen Großmächte der deutschen Expansion bis an die Schwelle des Krieges praktisch tatenlos zusahen, obschon die Nationalsozialisten seit den zwanziger Jahren kein Hehl aus ihren radikalen, auf Vergeltung, Krieg und Lebensraum zusteuernden Zielen gemacht hatten.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.11.2002
Die Außenpolitik im Dritten Reich ist ein beliebter Forschungsgegenstand. Meinungen und neue Erkenntnisse werden regelmäßig zu Tage gefördert und von Zeit zu Zeit müsse man, so der Rezensent Klaus Hildebrand, "den Stand der Kenntnis zusammenfassen". Diese Aufgabe hat der Buchautor übernommen und zur vollsten Zufriedenheit des Rezensenten gelöst. Anhand der innenpolitischen Konstellation in Deutschland, der außenpolitischen Lage und der Persönlichkeit Hitlers zeige der Autor, wo Hitler mit seinem Volk auf einer Linie lag und wo er, ganz Diktator, "mit beinahe obsessivem Verlangen den Krieg" herauf beschwor. Detaillierte Angaben über das Buch macht der Rezensent nicht, aber es lässt sich erahnen, dass auch die Strategien der Großmächte Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion ausgiebig behandelt werden. Bei seiner Betrachtung des außenpolitischen Desasters in Deutschland spreche der Autor mehrere Erklärungsmodelle durch und betone dabei "die ausschlaggebende Rolle Adolf Hitlers, ohne dessen Abhängigkeit von den Entewicklungen der Staatenwelt zu unterschätzen".
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