Herausgegeben von Elisabeth Grossegger, Andrea Sommer-Mathis und Dorothea Weber. Der Sammelband umfasst 16 unpublizierte Vorträge, die Margret Dietrich im Laufe von 50 Jahren unter jeweils unterschiedlichen Bedingungen und vor jeweils anderem Publikum gehalten hat. Sie spiegeln eine lange, intensive Auseinandersetzung mit den jeweils aktuellen Forschungsansätzen wider und zeugen von dem für die Autorin so charakteristischen Interesse an einer interdisziplinären Betrachtungsweise vielfältiger kulturell-zivilisatorischer Phänomene. Das weite Themenspektrum reicht von rein theaterwissenschaftlichen Fragestellungen bis hin zu allgemein-kulturellen, philosophischen und religiösen Themenbereichen. Die thematische Vielfalt ist beeindruckend, wie schon ein Blick auf folgende Titel zeigt: "Grillparzer und das Theater" (1961/62), "Das Erbe des Barocktheaters" (1962), "Österreichisches Kabarett-Theater" (1962), "Relationen zwischen Philosophie und Theaterwissenschaft" (1970) oder "Theater und Politik" (1982).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.08.2000
Als "anregende" Bereicherung für die Theaterwissenschaft bezeichnet der Rezensent mit dem Kürzel "haj" die Studien der Wiener Theaterhistorikerin Margret Dietrich, "die die Forschung in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts in starkem Maße befruchtete". In diesem Band, so "haj", sind sechzehn erstmals veröffentlichte Studien zu verschiedensten Themen (Grillparzer, österreichischer Expressionismus, das Harlekinmotiv zur Jahrhundertwende) zusammengefasst. Der Rezensent schließt sich dem Lob des Verfassers des Geleitworts Moritz Csákys an, der ganz besonders Dietrichs Auseinandersetzung mit dem politischen und kulturellen "Bewusstseinselementen" ihrer Forschungsobjekte lobt.
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