Herausgegeben von Albert C. Eibl. Die Erzählungen der nun auch am Theater erfolgreich wiederentdeckten österreichischen Exilautorin Maria Lazar (1895-1948) sind ein literarischer Schatz, der erst jetzt gehoben wird. In ihren Geschichten zeigt sich Lazar als scharfsinnige Beobachterin der menschlichen Seele, die mit prophetischer Klarheit gesellschaftliche Zwänge, politische Umbrüche und die inneren Kämpfe ihrer Figuren beleuchtet. Ihre Protagonistinnen und Protagonisten kämpfen um Selbstbestimmung, stellen sich den Schattenseiten des Lebens und brechen immer wieder aus den Konventionen ihrer Zeit aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2025
Rezensent Alexander Kosenina freut sich über die wiederentdeckten Erzählungen von Maria Lazar. Die 31 Stücke im vorliegenden Band leben laut Rezensent von Lazars scharfem soziologischen Blick und ihrer Liebe zum Absurden. Die Schauplätze und das Personal der Außenseiter und Hochstapler erinnern Kosenina an Texte Canettis. Surreal erscheinen ihm die Geschichten um verblühte Klaverlehrerinnen und Angestellte, doch dahinter verbirgt sich eine bedrohliche Wirklichkeit, meint der Rezensent mit Blick auf die Entstehungszeit der zuerst in Zeitungen publizierten Texte zwischen 1937 und 1942.
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