Mit Abbildungen. Wie gingen die Berliner ab August 1961 mit dem Willkürakt des Mauerbaus um? Was bedeutete die Teilung Berlins für sie persönlich, und wie versuchten sie, die daraus folgenden Probleme zu lösen?
In diesem Band, der auf eine Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte Berliner Mauer zurückgeht, erzählen Menschen aus Ost und West von ihren Erlebnissen und den damit verbundenen Gefahren: Ein ehemals überzeugter FDJ-Sekretär begründet seine Fahnenflucht als Grenzer und erzählt, wie ihn die Stasi im Westen verfolgte; zwei Liebespaare beschreiben die abenteuerlichen Wege, auf denen sie trotz undurchlässiger Grenze zusammenfanden; und Fluchthelfer erläutern, wie sie Tunnel bauten für Freunde und Verwandte. Die Geschichten geben Einblicke, wie die Mauer in Lebensplanungen eingriff und wie es immer wieder glückte, das Grenzregime zu unterwandern.
Gebannt hat Rezensentin Barbara Bollwahn diesen aus der Veranstaltungsreihe "Zeitzeugencafe" der Gedenkstätte Berliner Mauer hervorgegangenen und von der Sozialwissenschaftlerin Maria Nooke herausgegebenen Band gelesen. Die Kritikerin folgt hier den Erzählungen von Feuerwehrleuten, die von dramatischen Einsätzen an der Wassergrenzen berichten oder Liebespaaren, die ihre Fluchterlebnisse schildern. Dass das Buch mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos der Beteiligten versehen ist, hat der Rezensentin gut gefallen.
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