Auf der Basis einer Fülle von Dokumenten aus deutschen und polnischen Archiven, von publizistischen und literarischen Texten, Gesprächen und Erinnerungen zeichnet sie Ablehnungen und Sympathien nach, mit denen Intellektuelle in der DDR den Demokratiebewegungen in Polen begegneten. Sie untersucht, inwieweit die Sicht auf den Polnischen Oktober und die Solidarnosc-Revolution durch politisch geprägte und national tradierte Wahrnehmungs- und Interpretationsmuster beeinflußt war und inwieweit diese Muster durchbrochen wurden. Ins Zentrum rückt sie die Frage nach dem Wechselverhältnis zwischen dem politischen Selbstverständnis von Schriftstellern aus der DDR und der Wahrnehmung Polens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.05.2003
Hellauf begeistert zeigt sich Karol Sauerland angesichts des vorliegenden Buches. In ihrer umfassenden Studie habe die Autorin ein Material ausgebreitet, das den Eindruck vermittelt, sie sei allen aufspürbaren Fakten in deutschen und polnischen Archiven nachgegangen. Dabei verfalle sie dem Positivismus, wie der Rezensent betont, sondern stelle die Zusammenhänge zwischen den polnischen Ereignissen im Jahre 1956 und 1980-1981 auf der einen Seite und den Reaktionen und Maßnahmen der SED-Parteiführung auf der anderen Seite umfassend dar. Sauerland legt besonderen Wert darauf, dass hier zum ersten mal die positive Wirkung der polnischen Freiheitsliebe auf die deutsche Literatur und die deutsche Freiheitsbewegung 1989 dargestellt wird. "Das Buch vermittelt ein so breites Panorama der gegenseitigen Wahrnehmung von polnischen und deutschen Intellektuellen, dass man von einem fundamentalen Beitrag zur Erhellung der deutsch-polnischen Geschichte sprechen kann", lobt der Rezensent.
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