Aus dem Flämischen von Rolf Erdorf. "Dezember 1917. Mitten im Krieg verlässt der behütete Notarssohn Victor das elterliche Haus, um seinen Hund Django zu suchen. Die Außenwelt trifft ihn wie ein Schlag, und das nicht nur, weil er schon so lange nicht mehr draußen war. Die Welt gleicht einem Albtraum, denn der Krieg und vorallem der Hunger haben das ganze Land fest im Griff. Um zu überleben, essen die Menschen sogar Hunde. Victor ist fest entschlossen, Django zu retten. Es ist der Beginn einer verzweifelten Suche und einer Reise, die Victors Welt in ein neues Licht tauchen wird."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2013
Empfehlen kann Rezensentin Shirin Sojitrawalla den nun von Rolf Erdorf gekonnt ins Deutsche übersetzten Roman "Zuletzt die Hunde" der belgischen Autorin Marita de Sterck in jedem Fall - vielleicht nur nicht unbedingt allzu sensiblen Kindern. Denn dieser Roman ist "derb, deftig, unanständig", berichtet die Kritikerin, die hier dem siebzehnjährigen Notarssohn und Epileptiker Victor bei der Suche nach seinem Schäferhund Django folgt. Nicht nur der Erste Weltkrieg werde hier in all seiner Grausamkeit beschrieben, sondern auch die Geschichte um eine Gruppe von Hundeschlächtern wird jungen Lesern einiges zumuten, informiert Sojitrawalla. Dennoch rät sie unbedingt zur Lektüre dieses außergewöhnlichen Antikriegsromans: Sie lobt Sterck als sorgsame Erzählerin, der es sowohl gelinge, offen von "Gewalt, Gemeinheit und Geilheit" zu schreiben, als auch sensibel von "Herzenswärme und Hundeelend" zu erzählen.
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