Aus dem Niederländischen von Stefan Häring. New York 1910: Der 18-jährige Adrian erreicht auf einem Auswandererschiff das "Gelobte Land". Allein und der Sprache nicht mächtig, muss er sich in der fremden Großstadt durchschlagen. Dabei entdeckt er nicht nur eine faszinierende Welt, sondern auch eine unerwartete Liebe: Die Liebe zu Jack, seinem besten Freund. Aline Sax zeichnet ein bewegendes Bild vom Schicksal der Auswanderer, von ihren Hoffnungen und von den Lebensumständen in New York. Die junge Autorin lässt den Leser eintauchen in diese andere Welt und teilhaben an Adrians Geschichte, an seiner Zerrissenheit, an der Entdeckung seiner Homosexualität und an der schwersten Entscheidung seines Lebens.
Reinhard Osteroth hofft auf eine Fortsetzung des Auswanderer-Romans "Eine Welt dazwischen" der erst 23-jährigen belgischen Schriftstellerin Aline Sax. Die Geschichte einer armen Familie, die es Anfang des 20. Jahrhunderts in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika zieht, erzähle die Autorin "mit staunenswerter Selbstverständlichkeit und Dichte". Während sie im ersten Teil des Romans die Ankunft des Vaters und seiner beiden Zwillingssöhne in Amerika beschreibt (die Familie wurde schon auf der ersten Station ihrer Reise auseinander gerissen), widmet sich die Autorin im zweiten Teil dem Schicksal des Ich-Erzählers Adrian, einem der Zwillingsbrüder, der sich neben der Suche nach Arbeit auch auf die Suche nach der eigenen Sexualität machen muss. Diesen Wendepunkt betrachtet Osteroth zwar als "erzählerisches Wagnis". Da es Sax aber schaffe , Liebesgeschichte und historischen Roman "mühelos und detailreich" zu vereinen, gelinge ihr dieser Übergang trotzdem.
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