Das Warten hat sich gelohnt: Der bekannteste Kriminalbiologe der Welt präsentiert eine neue Sammlung mit Mordfällen, die die Öffentlichkeit in Atem hielten. Sein Spezialgebiet ist die Kriminalistik unter besonderer Berücksichtigung von Maden, Würmern und Insekten, die Entscheidendes über Todeszeitpunkt, Tatort oder Täteridentität verraten können. Wenn man die entsprechenden Hinweise deuten kann! Dies ist aber kein wissenschaftliches Buch. Mark Benecke rollt Kapitalverbrechen neu auf, trägt Fakten, Indizien, Aussagen, frühere Bewertungen zusammen und öffnet dem Leser die Augen für die oft vertrackten Fälle.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2007
Rezensent Jean-Michel Berg betrachtet Mark Benecke Buch über "spektakuläre Kriminalfälle" eher kritisch. Die Art und Weise, in der der bekannte Kriminalbiologe über Serienmorde, Vampirismus und Kannibalismus erzählt, hält er für "hemdsärmlig" und zugleich "etwas langatmig". Einige Fälle haben ihn aber doch interessiert, etwa der des japanischen Kannibalen Issei Sagawa oder des Kindermörders Jürgen Bartschs, dessen Briefe in dem Band abgedruckt sind. Psychologisch scheint ihm das Buch ziemlich dürftig. Auch bei Themen wie den freien Willen oder die Person überhaupt konstatiert Berg ein bescheidenes Niveau. Und der Frage nach den Ursachen dieser Verbrechen geht Benecke seines Erachtens nicht nach, um wirklich zu verstehen, sondern um eine "tumbe Erklärungssehnsucht" zu befriedigen.
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