1 CD, 70 Minuten. Gesprochen von Thomas Krause. Seit es Menschen gibt, gibt es Verbrechen. Cornelius Hartz stellt anhand spannender Fälle exemplarisch dar, wie die antiken Gesellschaften mit Vergehen und Regelverstößen umgingen. Gezeigt wird, dass die heute so angepriesene antike Rechtsprechung zwar in Grundzügen in der gegenwärtigen Gesetzgebung vorhanden ist, jedoch die Auslegung der Gesetze damals viel weitschweifender war als heute. Die Kontrollgremien fehlten, oder zumindest deren Unabhängigkeit. Fehlurteile waren an der Tagesordnung. Wer Geld hatte, konnte sich das Recht zu Recht biegen lassen. Das Hörbuch bietet durch die zeitliche und räumliche Bandbreite gleichzeitig ein mosaikartiges Panorama der Geschichte des Altertums von Griechenland über Rom bis zur Spätantike und dem frühen Christentum im Spiegel des Verbrechens. Aus über 700 Jahren werden die berühmtesten Kriminalfälle der Geschichte mit ausgewählten Textpassagen aus antiken Quellen in neuer Übersetzung dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2013
Insgesamt zufrieden zeigt sich Rezensentin Anja Hirsch mit dieser Hörbuchfassung von Cornelius Hartz' "Berühmten Kriminalfällen des Altertums". Die Produktion des Hörbuchs scheint ihr nicht allzu ambitioniert und auch der Sprecher Thomas Krause wächst nicht unbedingt über sich hinaus. Dennoch ist sie nicht wirklich verstimmt, denn Hartz' Erzählstrategie geht in ihren Augen voll auf. Sie attestiert dem Philologen eine fein ausbalancierte Mischung aus kundiger Interpretation und lebendiger, alltagsnaher Schilderung. So lernt der Hörer eine Menge über das Leben, den Alltag, das Verbrechen und die Justiz in achthundert Jahren Antike. Wer mehr will und sich etwa auch für Kriminalfälle im alten Ägypten interessiert, dem kann Hirsch nur das - offenbar ausführlichere - gedruckte Buch von Hartz empfehlen.
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