Aus dem Englischen von Carl Freytag. Mark Buchanan macht auf Ideen aus der theoretischen Physik aufmerksam, die auch Historikern helfen können. Sein Buch handelt von Katastrophen und Umwälzungen der verschiedensten Art: von Erdbeben und Waldbränden, dem Aussterben der Dinosaurier, Börsencrashs und Weltkriegen. Wie sind diese Ereignisse zu erklären? Mit welchen Modellen und Theorien kann man sie beschreiben? Buchanan zeigt anhand neuerer physikalischer Theorien, dass die genannten (und viele weitere) dramatischen Vorgänge bei all ihrer offensichtlichen Verschiedenheit doch dieselbe Grundstruktur haben. Sie weisen eine interessante Gemeinsamkeit auf: In jedem der Fälle scheint die Ordnung des Systems so gewesen zu sein, dass schon kleinste Erschütterungen gewaltige Folgen haben konnten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2001
Thomas Eckardt lobt den amerikanischen Physiker und Journalisten als "mutig", weil er versucht auf die allumfassende Frage nach den Gesetzen von Katastrophen "Antworten zu geben". Der Autor unternehme es, mit der Erklärung der "Potenzgesetze und des kritischen Zustands" alle Katastrophen vom Erdbeben - wofür Buchanan einen besonderen Faible zu haben scheint - bis zum Börsenkrach zu analysieren. Allerdings findet es der Rezensent ziemlich "selbstherrlich", dass Buchanan meint, alle Katastrophen seien weiter nichts als "Schwankungen" im System und gehorchten schlicht Naturgesetzen.
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