Göttliche Fügung oder Zufallstreffer? Die Tatsache, dass wir in einem für uns "idealen Universum" leben, beschäftigt die Menschen seit Urzeiten. Warum gründet es auf mathematischen Gesetzen und warum sollten wir in der Lage sein, sie zu verstehen? Paul Davies unternimmt mit seinen Lesern eine Reise zur "Weltformel". Er geht an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft und darüber hinaus. Faktenreich und packend erzählt er mehr über moderne Physik, das "Zufallsprodukt" Mensch und ein Universum, das noch jede Menge Überraschungen bereithält.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2008
Lobend äußert sich Martin Urban über das Buch "Der kosmische Volltreffer" des Physikers Paul Davies. Wie er berichtet, ist der Wissenschaftler im Vorstand der John-Templeton-Foundation, die seit geraumer Zeit nach Gottesbeweisen sucht. Mit fragwürdigem christlichen Fundamentalismus habe der Autor dabei nichts am Hut, versichert Rezensent Urban, und verstehe sich auch nicht als Kreationist. Überzeugend erscheint Urban, wie Davies Beobachtungen und Theorien der Kosmologen und Hochenergiephysiker darstellt und die Teleologie rechtfertigt. Dabei hebt er die Redlichkeit des Autors hervor, auch einen Physiker wie Murray Gell-Mann zu Wort kommen zu lassen, für den das Leben aus physikalischen Gesetzen plus Zufällen entstanden ist. Alles in allem lobt Urban die Darstellung als gekonnt, auch wenn Davies natürlich keine Antwort auf die Frage geben kann, warum wir hier sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2008
Angetan zeigt sich Rezensent Helmut Mayer von Paul Davies' "kosmischem Reiseführer". Am Leitfaden physikalischer und kosmologischer Theorien suche der Autor Antworten auf die ganz großen Fragen: Warum sind wir da? Wie hat das Universum angefangen? Wie wird es enden? Mayer schätzt die verständliche Darstellung diverser kosmologischer Modelle und Theorien. Er verhehlt nicht, dass dabei immer wieder der Punkt erreicht werde, an dem die harte Physik der Spekulation weicht. Auch bestimmte Prämissen, die die Physik macht, scheinen ihm nicht gerade evident. Bei Davies sieht er das Uni- oder Multiversum auf Geist oder Leben ausgerichtet und kommentiert: "die anvisierte Selbsterklärung des Universums durch die Hervorbringung von Betrachtern ist auf jeden Fall von mythischer Prägnanz." Ob die vorgestellten Modelle befriedigen oder nicht: aus dem Buch lässt sich Mayer zufolge eine Menge über die moderne Physik lernen.
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