Die Stiefschwestern und Schriftstellerinnen Mary Shelley und Claire Clairmont lieben Percy. Und Percy liebt Mary & Claire. An seiner Seite entfliehen die Frauen der Londoner Enge. Sie wollen atmen, reisen, lesen, wollen verrückt sein, lieben und schreiben. Und sie nehmen den schillerndsten Popstar der Literatur Anfang des 19. Jahrhunderts in ihre Gemeinschaft auf: den jungen Lord Byron. Bei heftigen Gewittern treffen sie sich am Genfer See. Opiumberauscht schlägt Byron um Mitternacht ein Spiel vor: Wer von uns schreibt die schaurigste Geschichte? Für Mary & Claire wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Ein mitreißender Roman, der Geschichte lebendig macht.
Eine vor Fantasie sprudelnde Wiederbelebung der Schriftsteller-Schwestern Mary Shelley und Claire Clairmont leistet dieser neue Roman von Markus Orths, jubelt Rezensentin Beate Tröger. Die Biografien der Schwestern hat der Autor akribisch nachrecherchiert, so die Kritikerin, gibt aber im Nachwort offen zu, dass er auch einiges erfunden hat. Eine wunderbare Mischung, findet Tröger, "frisch und detailgenau" erzählt. Der Roman zeichnet mit großer Feinheit die Psychologie der unterschiedlichen Frauen nach, die, sehr modern, zeitweise in einer literarischen Ménage-à-trois mit dem Schriftsteller Percy Shelly leben. Alle Figuren zeichnen sich durch ihren unbändigen Glauben an die Literatur und ihren Drang zum Schreiben aus, so die Kritikerin, verzweifeln manchmal aber auch daran. Tröger lobt die Entscheidung, den Fokus dabei mehr auf Clairmont als auf Frankenstein-Autorin Shelley zu legen und so eine weniger bekannte englische Romantikerin ins Licht zu rücken. Ein nicht nur in hohem Maße intelligentes, sondern auch sehr unterhaltsames Buch, freut sich die Rezensentin.
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