Der Mensch - eine neuronale Maschine? Viele der bahnbrechenden Ergebnisse der Hirnforschung sind immer noch ungewohnt und vielleicht auch bedrohlich: Bestimmt unser Gehirn unser Handeln? Haben wir wirklich keinen freien Willen? Gibt es gar kein "Ich"? Und welche Konsequenzen hat dies für unseren Alltag? Anhand von vielen Beispielen und Experimenten gibt der Wissenschaftsjournalist Martin Hubert einen Überblick über die aktuellsten Diskussionen in der Neurowissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2006
Skeptisch betrachtet Petra Gehring diese "populäre Wissenschafts-Reportage" über die Hirnforschung von Martin Hubert. Zwar bescheinigt sie dem Autor eine sorgfältige Darstellung neurowissenschaftlicher Modelle und grundlegender Hirnfunktionen. Dennoch nerven sie der "suggestive Charakter" des Texts, die bemüht farbigen Schilderungen und die fiktiven Episoden, die die sachlichen Ausführungen auflockern sollen. Sie hält dem Autor vor, er baue Hirnfunktionen "zur Story" aus. Noch ärgerlicher aber findet sie Huberts Antwort auf die Titelfrage des Buchs, wonach ein Neuro-Dualismus, der Raum für die Freiheit des Menschen lasse, einzige Alternative zum radikalen Neuro-Determinismus sein soll, zumal diese vermeintliche Alternative in einem "unnötig dramatischen Licht" erscheint. Die Antworten der Philosophie bleiben dagegen zu Gehrings Bedauern außen vor. Sofern die Sicht außerhalb der Neuroforschung überhaupt einmal angesprochen wird, scheint sie für Gehring völlig verzerrt und simplifiziert.
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