Ein Sommer unter Reichsbürgern. Sommerferien, und alle verreisen - nur Juri nicht. Kurzerhand beschließt er, aufs Dorf zu seinem Vater zu fahren, zu dem er bisher kaum Kontakt hatte. Der vertritt zwar einige sonderbare Verschwörungstheorien, aber er führt mit seinen Freunden auch ein faszinierendes Leben: Es wird gejagt, geangelt und sie haben ein geheimes Projekt im Wald. Und dann ist da noch Jule, die Juri eines Abends am See kennenlernt … Aber sind sein Vater und dessen Kameraden wirklich nur harmlose Spinner? Als Juri sich endlich diese Frage stellt, ist es schon fast zu spät.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2020
Sehr positiv bespricht Ralf Husemann Martin Schäubles Jugendroman, in dem sich der junge Held unter Reichsbürgern bewegt, bei denen sein Vater aktiv ist. Dem Autor gelinge die feine Zeichnung eines Jungen, die sowohl seine Faszination durch die Männerwelt seines ihm kaum bekannten Vaters und dessen Kumpel zeigt, als auch seinem Gefühl, dass hier etwas Seltsames geschieht. Für den Jungen ist das Erleben dieses Sommers beim Vater eine Mischung aus Thriller mit Outdoor-Romantik und erstem Flattern im Bauch wegen eines Mädchens am See. Die Spannung wird, so der Kritiker, zwischen Pubertäts-Alltag und Reichsbürgerwahn - bis zum gewaltsamen Eingreifen der Polizei - gut aufrecht erhalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2020
Anna Vollmer schätzt Martin Schäubles vierten Jugendroman für seine Aktualität und seine fragende Art, sich dem Thema Reichsbürger zu nähern. Es geht um einen Sohn und seinen Vater, der sich für den Sohn als Reichsbürger entpuppt, langsam, ohne Aufdringlichkeit und differenziert, wie Vollmer findet. Spannend wie ein Thriller ist für Vollmer dieser Prozess, der erwachende Blick auf eine andere Weltsicht. Dass der Text es seinen jungen Lesern nicht einfach macht und sowohl Abschreckung als auch Faszination hervorruft, empfindet Vollmer als Gewinn.
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