Die "Reichsbürgerbewegung" galt lange als bloße Kuriosität. Seit dem Polizistenmord von Georgensgmünd ist jedoch einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden, dass die "Reichsbürger" Staat und Gesellschaft in grundlegender Weise herausfordern. Dieses Buch vereint die praktische Erfahrung der Verfassungsschutzbehörden mit rechtswissenschaftlichen, historischen, psychologischen und soziologischen Überlegungen. Die Reichsbürgerbewegung zeigt sich hier als heterogene Szene, die sich mit dem Bezug auf das Deutsche Reich eine alternative Realität konstruiert und die Rechtsordnung der Bundesrepublik delegitimiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2020
Rezensentin Marlene Grunert findet den von Christoph und Sophie Schönberger herausgegebenen Band erhellend und wichtig, da die Bewegung der Reichsbürger bisher kaum untersucht ist, wie sie glaubt. Über die Gefährlichkeit der "Staatsverweigerer" klären die Beiträge Grunert ebenso auf wie über ihre Rechtsauffassung, deren Zwecke sowie über den Zusammenhang von deutscher Teilung und den Anfängen der Bewegung. Allein der Text über die Gründungsfigur Wolfgang Ebel, der sich selbst zum "Reichskanzler" ernannte, ist die Lektüre wert, meint Grunert.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…