Aus dem Norwegischen von Maximilian Stadler. Was geschieht, wenn das Gleichgewicht aus den Fugen gerät? Dieser Frage widmet sich Matias Faldbakken in seinem neuen Roman. Den Rahmen bildet ein altmodisches Restaurant namens The Hills, dessen Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Ein Pianist sorgt für ruhige Hintergrundmusik, die Einrichtung ist klassisch, gediegen. Der Leser wird in ein eigenes Universum eingeführt. Chef, Koch, Kellner: Die Hierarchien sind klar verteilt. Es herrscht eine Mischung aus strikten Routinen und hochsensiblen Umgangsformen. All das gerät ins Wanken, als eine unbekannte Frau ins Lokal kommt. Wer ist die Frau? Was will sie? Nicht nur der Kellner, sondern auch die Stammgäste geraten in Aufruhr.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2018
Franz Haas scheint fasziniert von Matias Faldbakkens Roman "The Hill". Wendige Übersetzung, verstörendes Kammerspiel, findet Haas. Wie in psychologischer Versuchsanordnung lässt Faldbakken seine Figuren in einem Nobelrestaurant auf- und abtreten, um die Gunst einer Kindfrau buhlen und an einen Nabokov'schen Abgrund nach dem anderen treten. Die verdichtete Atmosphäre, die Exaltiertheit der plastischen Charaktere, die Anspielungen auf Literatur und Größen der Kunstgeschichte - all das scheint Haas äußerst lesenswert.
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