Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2002
Obwohl Rezensent Robert Jütte durchaus findet, dass der katholische Theologe und Arzt Matthias Beck die Debatte um Gentechnik und Embryonenforschung um neue Perspektive bereichern kann, steht er dem, was sich als Kernanliegen des Autors herauskristallisiert, skeptisch gegenüber. In Becks Überlegungen steckt ihm einfach zuviel religiöser Fundamentalismus und eine zu offensichtliche Zwangsläufigkeit der Argumentationslinien, "eine axiomatische Grundhaltung, die man auch bei anderen katholischen Theologen antrifft". Jütte vermisst dabei eine "methodische Herangehensweise" und die Abstraktion des eigenen Standpunktes. Trotzdem findet er die "Fundamentalkritik", die dieses Buch bietet, interessant, nicht zuletzt, weil Beck den Versuch unternimmt, "der Philosophie und vor allem der Theologie" in dieser Debatte "verstärkt Gehör zu verschaffen".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…