Matthias Berg, Olaf Blaschke, Martin Sabrow, Jens Thiel

Die versammelte Zunft

Historikerverband und Historikertage in Deutschland 1893-2000
Cover: Die versammelte Zunft
Wallstein Verlag, Göttingen 2018
ISBN 9783835332942
Gebunden, 839 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Von Matthias Berg, Olaf Blaschke, Martin Sabrow, Jens Thiel und Krijn Thijs. Eine Fachinstitution im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Seit 125 Jahren finden deutsche Historikerinnen und Historiker zusammen, um gemeinsam an einem Ort über ihre Forschungen und deren Vermittlung, über die Grundlagen ihres Faches und dessen Zukunft zu diskutieren. Der Historikertag als größter geisteswissenschaftlicher Kongress in Europa stellt heute, wie der ihn veranstaltende Historikerverband, eine unentbehrliche Institution im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit dar. Für diese Entwicklung sprach zunächst nur wenig. Untersucht wurde sie erstaunlicherweise bislang nie. Welche vielfältigen Konflikte waren zu bewältigen? Wer durfte auf Historikertagen auftreten, wer dagegen nicht? Fünf Autoren haben die Geschichte des Historikertages und des Historikerverbandes, außerdem der Historikergesellschaft der DDR sowie des Unabhängigen Historikerverbandes erstmals umfassend untersucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2018

Pünktlich zum Historikertag in Münster ist dieser zweibändige Beitrag von Historikerverband und Historikertagen zur Professionalisierung der Geschichtswissenschaft fertig geworden, meldet Rezensent Patrick Bahners. Dass man für Historikertage trinkfest sein muss, erfährt der Kritiker hier, viel Verbandspolitikgeschichte, einige Anekdoten und einen Überblick zu den Historikertagen in Deutschland von 1893 bis 2000 erhält er auf den 800 Seiten ebenfalls. Während Bahners vor allem den Beitrag von Matthias Berg und Jens Thiel zur Alltagsgeschichte hervorhebt, bleibt der Erkenntnisgewinn für ihn insgesamt eher dünn: Interviews mit Akteuren fehlen, "Gemeinplätze zur Soziologie" des Netzwerkes gibt es indes genug, schließt der Kritiker.

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