Matthias Jügler (Hg.)

Wie wir leben wollen

Texte für Solidarität und Freiheit
Cover: Wie wir leben wollen
Suhrkamp Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783518467107
Kartoniert, 197 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Eine junge Generation von Autorinnen und Autoren stellt sich die Frage, was Heimat, Fremde und Identität bedeuten. Sie blicken auf die eigenen Wurzeln - Iran, Indien, Sri Lanka, Westjordanland, Bosnien, Ost- oder Westdeutschland - und die ihrer Eltern. Sie ergründen die Ängste der aus ihren Ländern Geflüchteten und die der sorgenvollen Bürger. Sie klagen an und versuchen zu verstehen, sind wütend und mitfühlend, sind ratlos und fordern zum Umdenken auf. "Wie wir leben wollen" versammelt Stimmen junger deutscher Gegenwartsliteratur. In literarischen und essayistischen Originalbeiträgen zeichnen die Autorinnen und Autoren  ein Bild unserer Gesellschaft, wie es aktueller nicht sein könnte. Mit Texten von Shida Bazyar, Kristine Bilkau, Bov Bjerg, Nora Bossong, Jan Brandt, Micul Dejun, Ulrike Draesner, Roman Ehrlich, Lucy Fricke, Mirna Funk, Heike Geißler, Lara Hampe, Franziska Hauser, Heinz Helle, Svenja Leiber, Édouard Louis/Geoffroy de Lagasnerie und Hinrich Schmidt-Henkel, Inger-Maria Mahlke, Matthias Nawrat, Markus Orths, Maruan Paschen, Philipp Rusch, Saša Stanišic, Stephan Thome, Senthuran Varatharajah, Julia Weber sowie Matthias Jügler (Hg.).

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.08.2016

Neugierig liest Rezensentin Christina Lenz den von Matthias Jügler herausgegebenen Band. Gibt es eine neue Littérature engagée? Eher nicht, lautet das ernüchternde Fazit der Rezensentin. Von den 25 im Band enthaltenen Texten funktionieren die meisten laut Lenz zwar nach dem Rezept einer sozialanalytischen Poetik: Statt Figuren mit Innenschau bieten sie Menschen in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Doch die vermittelte Stimmung scheint ihr eher in Richtung Stillstand zu deuten. Einen Beitrag, der sich mit Freude auf eine Perspektive der Veränderung stürzt und dem ängstlich-nüchternen Ton entkommt, muss Lenz im Band mit der Lupe suchen.

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