Matthias Nawrat

Wir zwei allein

Roman
Cover: Wir zwei allein
Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2012
ISBN 9783312004973
Gebunden, 161 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Seit dem Abbruch seines Studiums jobbt der Außenseiter Benz als Gemüsefahrer und ist damit zufrieden. Bis ihm Theres begegnet. Da schmiedet Benz plötzlich ausgefallene Pläne und unternimmt in Gedanken waghalsige Expeditionen, um ihre Liebe zu gewinnen. Schließlich gewährt sie ihm eine gemeinsame Nacht, aber danach ist sie plötzlich verschwunden. Nawrats Roman ist ein außergewöhnliches und starkes Debüt über eine Generation von Unentschlossenen, über die große Liebe und ihr manchmal atemberaubend hohes Risiko.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2012

Etwas verhalten, aber nicht negativ hat Martin Halter diesen Debütroman von Matthias Nawrat aufgenommen. "Wir zwei allein" erzählt für ihn auf eine "surreal verschlungene" Weise von einer Amour fou zwischen einem Freiburger Gemüsefahrer mit abgebrochenen Studium und einer feenhaften Schuhverkäuferin mit Zügen einer Borderlinerin. Halter liest den Roman als poetische, metaphernreiche Beschwörung des Glücks im "idyllischen Winkel". Vor allem sieht er in dem Buch aber eine "Liebeserklärung an den Schwarzwald" in der Tradition romantischer Naturschwärmerei.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2012

Thomas Strässle zeigt sich von diesem Romandebüt von Matthias Nawrat höchst angetan, und findet die darin entfaltete Liebesgeschichte überraschend "unzeitgemäß". Erzählt wird vom Rückzug eines abgebrochenen Studenten und Gemüseausfahrers und seiner unkonventionellen Geliebten Teres auf einen Hof in Schwarzwälder Abgeschiedenheit, die in der Poetisierung die enge Welt, in der sie leben, entgrenzen, erfahren wir. Nawrat, 1979 in Polen geboren und zurzeit Student am Schweizerischen Literaturinstitut versammelt alle nötigen Qualitäten eines guten Schriftstellers, wie der Rezensent versichert. Er lobt seine Figurenzeichnung, seine Dialoge und seinen geschickten Umgang mit verschiedenen Erzählebenen und stört sich wirklich nur ganz selten an stilistisch überambitionierten Wendungen oder Ausflügen in allzu banale philosophische Betrachtungen. Insgesamt aber sieht Strässle hier ein äußerst gelungenes Romandebüt, das ihn beeindruckt hat.
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