Matthias Zschokke

Der Mann mit den zwei Augen

Roman
Cover: Der Mann mit den zwei Augen
Wallstein Verlag, Göttingen 2012
ISBN 9783835311114
Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Tragisch oder komisch? Abgründig oder banal? Alltäglich oder außergewöhnlich? Der Roman balanciert zwischen diesen Gegensätzen ebenso wie sein Protagonist, von dem man nur gerade erfährt, dass er zwei Augen hat und eine Nase, und der in einer Selbstbeschreibung von sich sagt: "Ich komme im Mantel, in einem sandfarbenen, und in der linken Hand halte ich voraussichtlich einen kleinen sandfarbenen Koffer. Ich bin durchschnittlich groß, habe durchschnittlich kurzes, sandfarbenes Haar, und rechts von mir wird eine Frau gehen, die etwa ein Kopf kleiner ist als ich, und die Sie sich der Einfachheit halber am besten auch gleich sandfarben vorstellen wir werden einander bestimmt nicht verpassen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2012

Der neue Roman von Matthias Zschokke erinnert Nicole Henneberg in mancherlei Hinsicht an einen Kaurismäki-Film. Da ist der schicksalsgebeutelte, sehr schweigsame, emphemere, existentielle Held, da sind die Huren und der Mangel an anderen sozialen Bindungen, und da ist Zschokkes Sprache, suggestiv und lakonisch, wie Henneberg schwärmt, die den Autor nebenbei für einen der listigsten Beobachter unserer Zeit hält, der auch noch über die hohe erzählerische Kunst gebietet.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2012

Samuel Moser hat Matthias Zschokkes Roman "Der Mann mit den zwei Augen" wohlwollend aufgenommen. Er schätzt das Buch um einen Mann, der in der Kleinstadt Harenberg in einer Pension absteigt, nachdem er in der Großstadt Frau, Erbschaft, Beruf, Freund, Wohnung und Katze verloren hat, als "abgründig heiteren Liebesroman". Die Sätze des Autors beschreibt Moser als "gnadenlos freundlich". Moser attestiert Zoschkke, nichts zu beschönigen und auch nichts zu deuten an dem Mann mit den vielen Niederlagen und Problemen, in denen er die "bekannten Probleme unserer Zeit" sieht. Dass sich der Mann als "Empfindungsalbino" bezeichnet, scheint Moser einerseits wirklich komisch, aber weil es für den Mann nicht komisch sei, sei es dies für den Leser auch nicht. Am Ende verzichtet der Mann vorläufig darauf, sich umzubringen, um stattdessen der Wirtin Rosaura hinterm Tresen auszuhelfen. Und mit dieser Mitteilung beendet der Rezensent dann auch seine Besprechung.
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