Maurizio Maggiani

Königin ohne Schmuck

Roman
Cover: Königin ohne Schmuck
Edition Nautilus, Hamburg 2001
ISBN 9783894013752
Gebunden, 413 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Andreas Löhrer. Mit weitem Horizont, sehr hell, nach Safran und Kohle duftend, voller Winkel und Geheimnisse - das war Genua zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese vitale Hafenstadt ist Kulisse für eine zauberhafte Liebesgeschichte zwischen einem Kohlenprinzen und der Safrankönigin, die nichts besitzt außer dem Stolz auf ihr Leben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.06.2002

Der italienische Autor Maurizio Maggiani holt weit aus und schöpft aus dem Vollen: Doch der Rezensent Martin Krumbholz verspricht dem Leser mit Stehvermögen Unterhaltungsliteratur vom Feinsten. Der "historisch-exotische Familienroman" zeichnet sich durch Einfallsreichtum, " aberwitzige Kausalketten" und eine überraschend abwechslungsreiche, anspruchsvolle Sprache aus, freut sich der Rezensent. Ein besonderes Vergnügen bereiten diesem Fragen wie "gekochtes oder rohes Fleisch - essen oder heiraten?". So werde die ausweglose und absurde Situation zugespitzt, in die der italienische Missionar Pater Giacomo im Süd-Pazifik geraten sei. Der Rezensent verrät: Der Pater heiratet, doch ohne die Ehe zu vollziehen, was ihn von der Ehefrau aber nicht befreit. Dramatisch und blutig sei die Geschichte manchmal, doch Krumbholz fühlt sich "reich belohnt".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2001

Franz Haas ist von dem neuen Roman des Italieners Maurizio Maggiani begeistert. Mit großem Erzähltalent breite der Autor vor dem Leser ein ganzes Panorama von Lebenswelten einer Schar von Menschen im 'prächtigen Genua' aus, schwärmt der Rezensent. Dabei komme Maggiani, ein "begnadeter Schwadroneur", erst spät auf den Kern der Geschichte zu sprechen, zuvor erfahre der Leser viele ineinander verwobene Einzelgeschichten- eine "erzählerische Verzögerungstaktik", die Haas hier großartig ausgeführt sieht. Einzig die Beschreibung des Aufenthalts des Protagonisten Giacomo auf der Insel Moku Iti ist Haas zu kitschig geraten, und so freut sich der Rezensent, dass der Protagonist am Ende wieder nach Genua zurückkehrt und der Autor zu seiner "virtuosen Erzählkunst" zurückfindet.
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