Mit 130 Farb- und S/W-Abbildungen. Herausgegeben vom Institut für moderne Kunst Nürnberg. Bei der Arte povera handelt es sich um die wichtigste Strömung der italienischen Nachkriegskunst, die mit einer Ausstellung 1967 in Genua ihren Anfang nahm und seitdem auf zahlreiche Künstler und Kunstrichtungen, nicht nur in Europa, prägend wirkte. Das Buch erläutert erstmals die Geschichte der Arte povera und hinterfragt ihr ästhetisches Selbstverständnis sowie ihre theoretische Fundierung. Dazu werden mit Paolini, Pistoletto und Kounellis drei exemplarische Positionen vorgestellt, die das Spektrum dieser Bewegung repräsentieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2001
Andreas Strobl weist in seiner Rezension darauf hin, dass hiermit zum ersten Mal eine Untersuchung über die Arte Povera veröffentlicht wurde, die nicht von einem Verfasser aus dem direkten Umfeld dieser italienischen Kunstrichtung stammt. Zwar könne man dieses Buch nicht als "endgültige Geschichte" der Arte Povera bezeichnen, doch insgesamt lobt Strobl die "anregenden Perspektiven auf diese Kunst", die Bätzner hier gelungen seien. Daher findet es der Rezensent auch verzeihlich, dass die Anmerkungen und Literaturverzeichnisse etwas "unübersichtlich" geraten sind. Bätzners Herangehensweise scheint Strobl insgesamt recht geschickt zu finden. Denn dadurch, dass sie sich auf drei Künstlermonografien konzentriert, sei es ihr gelungen, die "nahezu serielle Folge der frühen Ausstellungen und die Entwicklung der je eigenen Ikonographie nachzuzeichnen". Großes Lob sendet der Rezensent auch an die Adresse des Verlags, dem eine "gewohntermaßen ebenso schlichte wie schöne Ausstattung gelungen" sei.
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