Max Kerner nähert sich der sagenumwobenen Gestalt von der Warte des Historikers. Nah an de Quellen und anschaulich erzählt er, wie Karl wahrscheinlich gelebt hat, welche Motive ihn geleitet haben und welches Bild sich seine Zeitgenossen von ihm machten...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2001
Entschleiert wird hier wirklich, aber nur um den Preis, sodann erneut zu verhüllen, was sich an Mythen, wahren und unwahren Geschichten und vielerlei Forschungsergebnissen ergeben hat, berichtet Johannes Fried in seiner sehr ausführlichen Kritik über Max Kerners Abhandlung über Karl den Großen. Er war König, Kaiser, Heiliger, Kreuzfahrer, Held, Sachsenschlächter, Baumeister Europas, um nur einige Beinamen zu nennen. Und so vielfältig die Bezeichnungen, so vielfältig sind auch die Darstellungen und Deutungen. Der Aachener Mediävist Max Kerner hat sich also viel vorgenommen, Ordnung in das Chaos bringen zu wollen. Und es ist ihm gelungen, meint der Rezensent. Seine Abhandlung ist eine exemplarische Geschichte der Geschichtswissenschaft und ihres Wechselspiels mit Politik und Gesellschaft. Und sie lässt sich gut und "mitunter vergnüglich " lesen und ist zugleich als kommentierte Bibliografie von größtem Nutzen, lobt Fried. Kerner liefert nicht die letzten Antworten in der Karl-Forschung, er reflektiert den Forschungsstand und verweist auf künftige Fragestellungen. Sein Buch hält Fried für ein Standardwerk, an dem niemand vorbeigehen sollte, der sich für Karl den Großen interessiert.
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