"Gleichheit" mittelalterlicher Stadtbürger wurde bislang meistens ausgehend von modernen Grund- und Freiheitsrechten bewertet. Aus dieser Perspektive erschienen die Bürger als homogener, aber exklusiver Rechtsstand, wie sie sich eigentlich nie selbst wahrgenommen hatten. Zugleich ging auf diese Weise ein facettenreiches und durchaus wirkungsmächtiges mittelalterlich-städtisches Gleichheitsdenken am Forscherblick vorbei. Dieses Denken in seiner geistesgeschichtlichen Dimension zu erfassen, hinsichtlich seiner stadtgesellschaftlichen Funktionen und seiner sprachlichen Erscheinungsweisen am Beispiel deutscher Städte des 12. bis 15. Jahrhunderts zu beschreiben, ist Anliegen der Arbeit.
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