"Transit Teheran" ist ein vielschichtiger Einblick in eine Stadt, deren Geheimnisse gut bewacht sind. Junge Teheranerinnen und Teheraner − Fotografen, Journalisten, Schriftsteller, Insider und Künstler − zeigen ihre Stadt von innen: der Kampf weiblicher Fußballfans um einen Platz im Stadion, Hip-Hop-Produzenten im Teheraner Untergrund, das Privatleben eines Geistlichen, Märtyrerdemonstrationen, die Ausbildung von Polizistinnen, zeitgenössische iranische Kunst, Alltagsleben, Partys, Politik und Jugend. "Transit Teheran" vereint Kurzgeschichten, Reportagen, Essays und Fotostrecken einer jungen Generation von Iranern, die noch in ihrem Land, ihrer Stadt leben und arbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2009
Wer sich einen Eindruck und Überblick vom modernen Iran jenseits vom Streit um Atomprogramme und den Ausfällen Ahmadinedschads verschaffen will, ist mit diesem Buch mit Texten und Fotos ganz gut bedient, meint Angela Schader. Der thematisch bunt gemischte Band setzt vor allem auf Kontraste, weshalb man nach mit dem Tschador verhüllten Polizistinnen auch auf weibliche Fußballfans oder die blühende iranische HipHop-Szene trifft, stellt die Rezensentin angetan fest. Am meisten imponiert ihr der "Respekt", mit dem die Herausgeber, die sich deutlich "progressiv-kritisch" geben, auch religiösen Kreisen des Iran begegnen. Leider fielen die Texte, im Gegensatz zu den Bildern des Bandes, im Niveau sehr unterschiedlich aus; insbesondere ein Essay über das Stadtviertel Teherans, Naziabad, und ein Beitrag über ein Bild des Exilkünstlers Nicky Nodjoumy sind ihr hier negativ aufgefallen. Insgesamt aber findet Schader, dass sich der Sammelband trefflich für eine erste Begegnung mit dem "jungen Iran" eignet.
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